Gut erreichbare Medizin im südlichen Raum Salzgitter/Wolfenbüttel erhalten

St. Elisaberth-Krankenhaus Salzgitter stellt zukunftsorientiertes Medizinkonzept vor

Gut erreichbare Medizin im südlichen Raum Salzgitter/Wolfenbüttel erhalten

Das St. Bernward Krankenhaus in Hildesheim ist seit diesem Jahr neuer Mehrheitsgesellschafter des St. Elisabeth-Krankenhauses Salzgitter. Gleich zu Beginn der strategischen Neuausrichtung haben sich Krankenhausleitung und Management für eine moderne und zukunftsfähige Verzahnung ambulanter und stationärer Leistungen am Standort in Salzgitter-Bad ausgesprochen. Mit heutigem Datum hat die Geschäftsführung das Medizinkonzept konkretisiert und den Mitarbeitenden vorgestellt.

Die bauliche Infrastruktur des heutigen Krankenhausgebäudes lässt die Umsetzung von zeitgemäßen Versorgungskonzepten nicht zu. Deshalb hält der Mehrheitsgesellschafter am Förderantrag für einen Ersatzneubau aus dem Jahr 2013 an das Land Niedersachsen fest, um auch zukünftig eine gut erreichbare medizinische Versorgung im südlichen Raum Salzgitter/Wolfenbüttel anzubieten. Entgegen früherer Prognosen wächst die Bevölkerung, und damit steigt auch der künftige Bedarf an medizinischen Leistungen der Stadt Salzgitter.

„Mit einem umfassenden Medizin- und Versorgungskonzept für das St. Elisabeth-Krankenhaus Salzgitter konkretisieren wir unsere Vorstellungen von einer differenzierten, wohnortnahen Gesundheitsversorgung als Teil eines Versorgungsnetzes in der Region Salzgitter/Braunschweig/Wolfenbüttel/Goslar und Hildesheim", so Stefan Fischer, Geschäftsführer des St. Bernward Krankenhauses. „Grundlage für die neue Konzeption ist die Positionierung des St. Elisabeth-Krankenhauses als lokalen und regionalen Partner mit eigenständigem Profil für eine bedarfsgerechte und zukunftsfähige Gesundheitsversorgung."

Auf Basis von Sachverständigengutachten kann das Krankenhaus gemeinsam mit weiteren Anbietern von medizinischen Leistungen der Region zu einem regionalen Gesundheitszentrum weiterentwickelt werden. Auf dem neuen Campus des St. Elisabeth-Krankenhauses sollen die Bereiche Innere Medizin, die Chirurgie und die Frauenheilkunde weiter vorgehalten und ausgebaut werden. Dabei soll in besonderer Weise die Versorgung der älter werdenden Bevölkerung berücksichtigt werden. Der Ausbau der Leistungen bei einem positiven Förderbescheid zum Ersatzneubau umfasst die folgenden Planungen:

  • Ausbau der Inneren Medizin mit den Schwerpunkten Gastroenterologie (bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Leber und der zum Verdauungstrakt gehörenden Hormondrüsen wie der Bauchspeicheldrüse), Pneumologie (Lungenheilkunde), Onkologie (bei Krebserkrankungen), der allgemeinen Kardiologie (Herz- und Gefäßerkrankungen) mit der Hypertensiologie (zur Behandlung des Bluthochdrucks), der Endokrinologie (bei Hormon- und Stoffwechselerkrankungen) und der Diabetologie (bei Diabetes-Erkrankungen)
  • Ausbau der Allgemeinen Chirurgie und der Viszeralchirurgie (bei Erkrankungen der Schilddrüse, der Speiseröhre, des Magens, der Leber, der Galle, der Bauchspeicheldrüse, des Dünn-, Dick- und Mastdarms etc.) sowie der Unfallchirurgie
  • Ausbau der Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Neben der stationären Versorgung sollen auf dem neuen Gesundheits-Campus weitere Akteure des ambulanten Gesundheitswesens aktiv werden. In einem ersten konkreten Schritt wird es in Kürze ein neues fachärztliches Angebot der Neurologie und der Pädiatrie (Kinderheilkunde) am Medizinischen Versorgungszentrum „MVZ St. Elisabeth" geben. Auf dem Campus finden sich somit Angebote für die ganze Familie. Insbesondere Kinderärzte sind für eine wachsende Region von besonderer Bedeutung.

In weiteren Stufen werden folgende Angebote geprüft: 

  • Aufbau einer ambulanten geriatrischen Rehabilitation (für die älter werdende Bevölkerung)
  • gynäkologische Facharztkompetenz im bestehenden MVZ
  • die Ansiedelung des Gesundheitsamtes
  • Standort für die Rettungsdienste
  • kontinuierlicher Ausbau des Facharztzentrums

In weiteren Schritten soll die Entwicklung des Standortes gemeinsam mit Vertretern der Stadt, den Bürgern, den Kirchengemeinden, den Vereinen und anderen Interessierten im Rahmen eines „Gesundheitsforums Salzgitter" weitergedacht werden. So sollen auch zusätzliche Partner die Vorteile eines gemeinsamen Gesundheitsstandortes nutzen. Zu denken ist dabei an Apotheken, Zahnärzte, Sanitätshäuser, ambulante Pflegedienste, Tagespflegeangebote usw.

Das St. Elisabeth-Krankenhaus Salzgitter gehört jetzt genauso wie das St. Bernward Krankenhaus Hildesheim zum Elisabeth Vinzenz Verbund (EVV) mit Sitz in Berlin. Der Elisabeth Vinzenz Verbund ist einer der größten katholischen Träger von Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Ausbildungsstätten in Deutschland. „Mit der Anbindung des St. Elisabeth-Krankenhauses an das St. Bernward Krankenhaus bekräftigen wir unsere Absicht, dass sich regional starke christliche und eigenverantwortliche Krankenhäuser auch zukünftig auf der gesundheitspolitischen Landkarte finden", hatte Olaf Kick, Geschäftsführer des Elisabeth Vinzenz Verbundes, bereits bei Übernahme des Krankenhauses deutlich gemacht. „Mehr als zehn Jahre nach dem initialen Antrag, nach mehr als zwei Millionen Euro Planungskosten und vielen Gesprächsrunden, hoffen wir, mit dem nun vorgelegten Medizin- und Versorgungskonzept eine gute Basis geschaffen zu haben, um mit der Landesregierung und den gesetzlichen Krankenversicherungen zeitnah die Entwicklung des St. Elisabeth-Krankenhauses Salzgitter als wichtigen Bestandteil der regionalen Gesundheitsversorgung gestalten zu können", so Kick.

Auf der heute stattfindenden Mitarbeiterversammlung wurde auch Wolfgang Jitschin, Geschäftsführer des St. Elisabeth-Krankenhaus Salzgitter und des MVZ St. Elisabeth verabschiedet. Er scheidet mit Ablauf des Monats nach langjähriger erfolgreicher Tätigkeit im besten Einvernehmen auf eigenen Wunsch altersbedingt aus. Der Verbund bedauert sehr, mit Wolfgang Jitschin einen höchst qualifizierten und erfolgreichen Geschäftsführer zu verlieren und wünscht ihm für seinen weiteren Lebensweg alles Gute. Die Geschäftsführung übernimmt zum 01. Oktober 2017 Lutz Blume. Der 53- Jährige kommt aus der Unternehmensleitung des St. Bernward Krankenhauses in Hildesheim. Hier verantwortete er zuletzt die Bereiche Pflegedirektion, Medizinisches Versorgungszentrum und Ambulantes OP-Zentrum.